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Zwei mit Symbolkraft

Symbolträchtiger kann ein Platz für die Glasarche kaum sein als dieser genau gegenüber Frauenkirche. Die Glasarche symbolisiert die Verantwortung der Menschheit für die Bewahrung der Schöpfung, die Frauenkirche durch ihren Wiederaufbau die Verantwortung für die Bewahrung des Friedens, der Geschichte und der Kulturen.

Gestern (2.4.) wurde die Glasarche offiziell auf einem der schönsten Plätze deutscher Städte, dem Dresdener Neumarkt begrüßt. Superintendent Christian Behr ist Pfarrer der Kreuzkirche und sprach eindringliche Worte zum zahlreich erschienenen Publikum. Bewahrung der Schöpfung hieße eben auch, neben der Natur und der Umwelt den Frieden zu erhalten, dafür Sorge zu tragen, dass die Menschen friedliebend miteinander leben könnten, so Behr. Der Glaube an unendliches Wachstum drohe unsere Lebensgrundlagen vollends zu zerstören, wenn nicht endlich Vernunft einkehre. So freue er sich, dass die Glasarche an diesem Ort viele Menschen zum Nachdenken anregen werde und sie miteinander ins Gespräch kommen.

Rainer Helms zeigt sich überglücklich, ob des großen Interesses der Öffentlichkeit und Unterstützung hier in Dresden. Er hatte die Idee für das Projekt und organisiert unermüdlich die lückenlose Reise der Glasarche.
Helms: "Wir fühlen uns sehr geehrt, die Glasarche aus Zeitz hier an diesem geschichtsträchtigen und weltbekannten Ort präsentieren zu können."

Keine Sekunde vergeht, in der nicht Interessierte auf das Kunstwerk zugehen, es berühren und fotografieren. Das bleibt auch so nachdem die Mikrofone eingepackt waren und das Schifferklavier (wie passend zur Arche) von Frieder Schmidt verstummt war. Genau so ist das Projekt gedacht - dass man sich hier trifft, über die Bedeutung nachdenkt und miteinander spricht. Vom Turm der Frauenkirche sehen wir pausenlos Menschen auf die Glasarche zu gehen. Wunderbare Begegnungen an einem zauberhaften Ort.

Rainer Helms in Radio Dresden: